So, erste Überlegungen für die nächste Tour haben, infolge der Lektüre von Dres Balmers "Rund ums Schwarze Meer", stattgefunden. Noch sind es jedoch sehr unverbindliche Gedanken, resp. handelt es sich momentan um eine Option. Die Idee wäre, von Helsinki aus entlang dem Finnischen Meerbusen nach St. Petersburg und weiter nach Tallinn zu fahren. Vielleicht kommen noch weitere Optionen dazu, kann auch sein, dass diese Option wieder ganz verworfen wird... Stattfinden wird die Tour Ende Juli. Dies ist ein Novum, meine bisherigen (langen) Touren waren ehr im Frühling (Mai/anfangs Juni) oder Spätsommer (Mitte August/September), noch nie jedoch im Hochsommer.
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Dienstag, 26. Dezember 2017
Mittwoch, 24. Mai 2017
Mittwoch, 24. Mai 2017 (Tag 28): "Höchster Punkt in England und Abschluss der Tour in Manchester"
Nachdem heutigen Frühstück im Pub und dem üblichen Morgenprozedere geht's los, noch kurz einkaufen, Wasser und Snack für unterwegs, dann so um viertel vor elf fahre ich los. Es ist der letzte Velotag der Tour. Tag 28. Vier Wochen war ich unterwegs, ein Ruhetag etwa in der Mitte. Nun kommen noch die letzten Km, ungefähr 50, also etwa 30mi. Es ist bewölkt und etwas dunstig.
Es geht dort weiter, wo ich gestern sufgehört habe, auf der Route 68, dem Pennine Trail. Noch in Buxton kurz abwärts, dann gleich wieder hoch, eher steil. Und gleich bei Etappenstart. Nach kurzer Fahrt geht es auf unbefestigtem Kiesweg weiter, schliesslich gröbere Steine, so dass ich kurz absteigen und das Velo hochschieben muss, ist etwas heikel, zu fahren wenn das Vorderrad immer wieder in der Luft ist :-D
Nach guten 100 Höhenmeternbin ich dann oben angelangt. Knapp unter 500m.ü.M. Mein höchster Punkt in England. Die Aussicht ist, bedingt durch Dunst und Wolken, nicht ganz so grandios wie gestern. Es geht weiter, nun erst einmal abwärts. Nach einer guten Stunde, so gegen zwölf, dringt die Sonne sanft durch Dunst und Wolken, etwas später sogar so, dass Schattenwurf entsteht. Langsam verzieht sich der Dunst und die Sonne zeigt sich häufiger zwischen den Wolken. Die Strasse ist längst wieder asphaltiert. Einmal löst sich noch der Schnellspanner am Vorderrad, dieses Problem ist aber schnell behoben :-) Etwa in der Häfte, bei Charlesworth, mache ich kurz Pause und esse den Snack. Dann geht es weiter, nun auf der Route 62. Eine Weile auf etwas verkehrsreicheren Strassen, dann geht es wieder auf ruhigen Kiesvelowegen weiter. Entlang einem Flüsschen, es duftet nach Flusswasser. Es ging dazwischen nochmals etwas Auf und Ab, doch nun, nach etwas mehr wie der Hälfte, sollte es praktisch nur noch abwärts gehen. Zum Teil auf Waldwegen, hauptsächlich auf guten Kieswegen. Etwa 10Km vor dem Ziel verlasse ich die Route 62. Nun geht es auf der Route 6 weiter. Die ist teilweise sogar auf der Strasse als solche markiert. Trotzdem verliere ich irgendwann ihre Spur und halte mich dann ans Navi. Dies leitet mich auf einem Veloweg durchs Grüne, es scheint gerade Schulschluss zu sein, denn zahlreiche Schüler sind gerade in ihren Uniformen unterwegs. Dann geht's nochmals einem Kanal entlang. Besiedelt von zahlreichen Kanadagänsen. Teilweise auch mit Jungtieren, die sie mit lustigen Gesten und Lauten verteidigen. Aber ich mache ihnen ja nichts. So fahre ich dem Kanal entlang langsam in Manchester ein. Der Kanal führt sogar auf einer Brücke über die Strasse. Rote Backsteingebäude begrenzen bald den Kanal, es erinnert mich etwas an Hamburg. Und dann bin ich schon mitten in Manchester, mitten auf der Piccadilly. Es ist kurz nach vier. Und meine Tour ist zu Ende. Mit Manchester habe ich den westlichsten Punkt all meiner bisherigen Velotouren erreicht und den nördlichsten der aktuellen. Und es ist der vierte Tag in Folge ohne auch nur einen einzigen Tropfen Regen! Es ist die zweitlängste regenfreie Phase auf der Tour (und das in England, wer hätte das gedacht :-)), die längste betrug 5 Tage. In den letzten 28 Tagen habe ich nicht ganz 2'500Km auf dem Velo zurückgelegt.
Ich esse etwas, trinke einen Kaffee. Es ist viel Polizei, teilweise schwer bewaffnet, unterwegs. Infolge des Terroranschlags vom Montagabend. Dann begebe mich ins Apartmenthotel, wo heute Abend noch Freunde eintreffen werden.
Vielen Dank allen Leserinnen und Lesern des Blogs & bis zur nächsten Reise ;-)



Dienstag, 23. Mai 2017 (Tag 27): "Wolkiger Start, Derby und bei Sonne durch den Peak District nach Buxton"
Der Morgen beginnt bewölkt. Nach dem Frühstück und dem Packen checke ich aus und fahre um etwa zehn los. Bei einem Tesco mache ich kurz Zwischenhalt für einen Wassereinkauf, dann geht's gleich weiter. Auf der Route 54 fahre ich in Richtung Derby. Nach etwa einer Stunde erreiche ich blauen Himmel und Sonne, aber nicht für lange, dann ist die Wolkendecke wieder da. Etwas später verzieht sich diese aber wieder. Die Route führt wieder auf ruhigen Strassen und Wegen, manchmal mit etwas Steigung, manchmal mit etwas Gefälle. Eine kurze Zeit geht's auf dem Kingfisher-Trail wieder einem Kanal entlang, langsam tuckern mir ab und zu Boote entgegen. Einen Eisvogel sehe ich aber nicht :-( Unterwegs holen mich einige Rennvelofahrer ein, im Fahren werde ich über meine Reise befragt, dann trennen sich unsere Wege wieder. Nach etwa 30 Meilen erreiche ich Derby. Hier spricht mich ein Vater mit seinem Kind an und erkundigt sich über meine Tour, er habe vor etwa zehn Jahren auch eine Tour gemacht. Nach rudimentörer Stadtbesichtigung, mir fehlt etwas die Zeit, esse ich etwas kleines. Dann fahre ich, um etwa halb drei, weiter, eine Weile nach Navi, dann auf der Route 68. Kurz nach vier erreiche ich Ashbourne. Da esse ich nochmals etwas, ich benötige etwas Stärkung für den Peak District und die letzten 40Km. Kurz nach halb fünf fahre ich auch von hier wieder los, weiter auf der Route 68. Diese verläuft auf dem Tissington Trail auf gutem Kiesweg und mit sanfter Steigung. So komme ich gut vorwärts und immer etwas höher. Sanfte Hügel breiten sich links und rechts aus, mit Schaf- und Kuhweiden. Diese sind mit kleinen Steinmauern umzäunt. Mittlerweile ist es sonnig und warm. Auf knappen 300m.ü.M. habe ich schon einen wunderbaren Überblick über die Umgebung und den Peak District. Es folgt der High Peak Trail, weiterhin angenehmer Kiesweg, nun eher flach. So gegen sechs erreiche ich den Pennine Cycleway, da folgt dann nochmals eine etwas steilere Steigung, der höchste Punkt heute liegt auf 476m.ü.M. Nach der Abfahrt folgt etwas Verwirrung. Karte und Navi geben eine andere Route an als die Schilder der Route. Ich vertraue nun auf die Beschilderung, auch in der Hoffnung, die zwei weiteren Steigungen, die das Navi ankündigt, zu vermeiden. Es sind noch gute 10Km. Doch Pech gehabt, bald folgt die nächste Steigung, sie hat es in sich, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nach etwa 110Km und bereits etwa 500 gemachten Höhemetern. Allerdings hat sich die Umgebung leicht verändert, die Hügel sind zum Teil spitzer, weniger sanft und an gewissen Stellen felsig. Ich habe auch diese Steigung noch gemeistert. Die Aussicht ist nicht ganz so erfreulich, ich sehe in der Ferne die Autos der grösseren Strasse vorbeiblitzen. Laut Karte führt mein Weg dorthin. Zuerst aber abwärts und dann eben wieder zu der Strasse in der Ferne hoch. Ich bin etwas erschöpft, aber was bleibt mir anderes übrig? Nun, kurz darauf tut sich eine Alternative auf. Die Beschilderung schickt mich auf einem guten Kiesweg mitten durch die Schafweide. Ein Weg der weder auf der Karte noch im Navi ersichtlich ist. Die Beschilderung lässt zwar auch eine Variante geradeaus zu, aber ich gehe jetzt das Wagnis ein. Nochmal geht es leicht hoch, aber nicht weit. Mutterschafe mit ihren ein oder zwei Lämmer grasen, einige rennen davon wenn ich komme, auch wenn ich mich sehr langsam nähere. Andere bleiben ruhig stehen oder liegen. So geht es von einer Weide zur nächsten, wieder abwärts, zur nächsten Weide, entlang dem Hügel. Nur noch wenige Meilen, auf dem Navi kann ich erkennen, dass es gut kommt, die Richtung stimmt und die Strasse kommt näher. Und dann erreiche ich sie. Keine zwei Meilen mehr und vor allem noch abwärts. So fahre ich in Buxton ein, nochmals kurze Steigungen im Dorf, dsnn aber wieder flach. Es ist kurz vor acht, das Wetter noch traumhaft. Nach etwas Suchen nehme ich eine Unterkunft, etwa 75 Meilen, rund 120Km, waren es heute. Und dann gleich ein Cider. Erst danach wird geduscht. Und dann gehe ich noch etwas essen. Kurz nach zehn bin ich wieder im Zimmer. Es folgt die Planung für die letzte Etappe von morgen, nach Manchester. Es wird eine kurze Etappe zum Ausfahren. Ungefähr 50Km, 30 Meilen.






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